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Schulungsbedarfsanalyse -> Das richtige Personal: Auswahl oder Entwicklung?

Dass die Mitarbeiter, und somit ihre "Qualität" und Qualifikation, die notwendige Bedingung für den Erfolg eines Unternehmens auf dem Markt sind, ist ein allgemein geteilter Gemeinplatz. Deshalb stellt schon die Personalauswahl heutzutage einen strategischen Erfolgsfaktor dar, denn es können 80% der Leistungsfähigkeit durch professionelle[innerbetriebliche] Auswahl und nur 20% durch Reaktionen, durch gezielte Förder-und Entwicklungsmaßnahmen beeinflusst werden. Diese Auffassung spiegelt (ungeachtet einer Gültigkeit der vorgenommenen prozentualen Aufteilung) eine grundsätzliche Einstellung von Betrieben wider: das Wissen, die Kenntnisse und die Erfahrung, die für die Arbeitsaufgaben notwendig sind, sollten möglichst schon mit der Einstellung des Personals verfügbar sein. Der Grund dafür ist einfach, denn die mangelhafte Ausbildung des Personals schlägt sich aktuell ebenso in Kosten nieder wie seine nachträgliche Ausbildung. Dass "der richtige Mitarbeiter an der richtigen Stelle" sei, soll oft durch die Personalauswahl gewährleistet werden. Diese erfolgt, mehr oder weniger ausgeprägt und bewusst gehandhabt, in allen Unternehmen nach einem bestimmten Muster:

  1. Funktionsbeschreibungen und Anforderungsprofile(Beschreibung von Tätigkeiten und Anforderungen)
  2. Erstellung eines Mitarbeiterprofils(Qualifikationsprofil des potentiellen Mitarbeiters)
  3. Erstellung eines Eignungsprofils(Vergleich beider Profile)
  4. Erstellung eines Mitarbeitereinsatzplanes
  5. Planung eines (detaillierten) Einarbeitungsprogrammes

  6. Die Gewähr einer dauerhaft wirkenden Übereinstimmung vom Mitarbeiterprofil und Anforderungsprofil ist damit jedoch nicht gegeben. Allein rascher Wandel von Fertigungs- und Kommunikationstechnologien macht für Unternehmen auch bei sorgfältiger Auswahl der Mitarbeiter eine Personalentwicklungnötig, und die Mitarbeiter müssen sich kompetent und flexibel auf wechselnde und sich verändernde Qualifikationsanforderungen einstellen können.

  7. Die gezielte Ausarbeitung eines Fortbildungsplans

  8. wird zur zusätzlichen Aufgabe von Personalauswahl und Personalplanung. In seinem Funktionieren erst erweist sich die hoffentlich geglückte Entscheidung der Auswahl; und es erweist sich, ob die Mitarbeiter über eine Qualifikation verfügen, die bei der Personalauswahl nur schwer zu ermitteln ist:
die wesentliche (soziale) Qualifikation der "Bereitschaft zur Veränderung".

Daher werden Weiterbildungsmaßnahmen für Betriebe zu einer Notwendigkeit, die sich in Wirklichkeit auf die Entwicklung von mehr als bloßen "20%" der Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter beziehen dürften, da sie die Voraussetzung dafür abgeben, dass die übrigen 80% überhaupt zum Tragen kommen können. Weiterbildung kann Unternehmen helfen, technologische, wirtschaftliche und soziale Herausforderungen zu Lösen. Unternehmen investieren daher durchaus in Weiterbildung. Eines der anerkannten Instrumente moderner Weiterbildungsarbeit ist dabei die systematische Schulungsbedarfsanalyse . Wesentlichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben Können und Fähigkeiten der Führungskräfte und Mitarbeiter. Exakte Bedarfsermittlung ist daher eine wesentliche Voraussetzungen dafür, diese Fähigkeiten zu entwickeln.


 
 

 

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