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Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Die Theorie des KVP ist die europäische Variante des sogenannten japanischen Weges (KAIZEN). Sie beschreibt eine systematische Vorgehensweise zum Erkennen und Beseitigen von Verschwendung sowie zur Verbesserung der Arbeitsprozesse und des Arbeitsumfeldes. Nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel" setzt KVP auf ständige kleinere Verbesserungen der Geschäftsprozesse anstelle einer grundlegenden Innovation bzw. Reorganisation. Das unterscheidet KVP vom BPR. Die Gemeinsamkeit mit dem BPR und damit das Neue gegenüber den herkömmlichen Organisationsverfahren ist jedoch die Prozessorientierung und damit die Abkehr vom Funktionsdenken.

Außerdem bezieht KVP den Menschen stärker in den Veränderungsprozess mit ein. Die Nutzung des kreativen Potentials aller Mitarbeiter/-innen ist eine wesentliche Voraussetzung für die Qualität und für die Akzeptanz der veränderten Geschäftsprozesse. KVP setzt daher auf teamorientierte Problemlösungen (z.B. Qualitätszirkel) unter Einbeziehung der jeweils vor- und nachgelagerten Ebenen und auf Delegation von Kompetenz und Verantwortung. Der Weg der kleinen Schritte auf der Basis der bestehenden Geschäftsprozesse erfordert im Gegensatz zum BPR eine systematische Problemanalyse. Dabei muss jedoch der Gefahr begegnet werden, in der Analysephase stecken zu bleiben. Eines der Grundprinzipien des KVP ist daher die sofortige Umsetzung von Teillösungen als notwendige Voraussetzung zur Erhaltung und Verbesserung der Motivation aller Beteiligten.

Der Ansatz des KVP ist insgesamt weder revolutionär noch radikal, sondern hat sich aus langjährigen Erfahrungen gebildet. Insofern ist der Ansatz wesentlich praxisorientierter als der des BPR und berücksichtigt in größerem Maße die Probleme, die bei der Reorganisation von Unternehmensprozessen auftreten.


 
 

 

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